Am Sonntag, dem 18. Mai 2025, feierte die Gemeinde Paderborn einen festlichen Gottesdienst mit der Konfirmation zweier junger Glaubensgeschwister. Die Kirchenbänke waren gut gefüllt mit Gästen und Gemeindemitgliedern – spürbar war die freudige Erwartung auf diesen besonderen Moment im Leben der beiden Konfirmanden und ihrer Familien.
Im Mittelpunkt des Konfirmationsgottesdienstes stand das Bibelwort aus Philipper 2,4: „Und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“
Glück durch Gemeinschaft
Bezirksevangelist Christoph Ewering sprach in seiner Predigt über das Gleichgewicht zwischen Eigenverantwortung und Nächstenliebe.
„Wir haben das Recht, ein glückliches Leben anzustreben – und dürfen dabei auf Gottes Hilfe vertrauen“, betonte er.
Zugleich gelte es, neben dem eigenen Wohlergehen das Wohl des Nächsten im Blick zu behalten. Dabei gehe es nicht um Selbstverleugnung, sondern um Ausgewogenheit:
„Wir tun das Gute, ohne uns selbst zu vernachlässigen.“
Anhand eines Beispiels machte er deutlich, wie wichtig Gemeinschaft ist: „Wer tolle Fahrräder mag und allein auf einer Insel voller exklusiver Carbon-Fahrräder lebt, wird bald merken, dass der Besitz allein nicht glücklich macht. Es fehlt jemand, mit dem man die Freude teilen kann.“
Eine lebendige Gemeinde – ein starker Halt
Um das Miteinander zu verdeutlichen, kam im Gottesdienst eine Symbolik zum Einsatz: Ein Kreis aus Figuren, die sich gegenseitig festhalten. Dieses Bild stand für eine starke Gemeinschaft, die trägt, stützt, begleitet – besonders auch die Konfirmanden auf ihrem weiteren Glaubensweg.
„Die Gemeinde trägt Mitverantwortung für die jungen Glaubensgeschwister: Sie bietet Raum zum Wachsen, zum Fragen, zum Suchen und Finden“, erläuterte Bezirksevangelist Ewering.
Weitere Impulse und das Gelübde
In weiteren Predigtbeiträgen von Hirte Erik Stehfest und Priester Mirko Hagemann wurde betont, dass die Beziehung zu Gott keine Einbahnstraße oder Notlösung ist: „Man kann Gott nicht bei Bedarf einschalten und danach wieder ausschalten.“
Im Anschluss legten die Konfirmanden Lina und Paul feierlich ihr Gelübde ab – eingeleitet durch den Bezirksevangelisten. Er betonte, dass niemand dieses Gelübde perfekt halten kann – aber: „Gott sieht unser Herz an – und unser ehrliches Wollen zählt für ihn.“
Emotionale Höhepunkte und herzliche Verabschiedung
Ein besonders berührender Moment war der Vortrag des Kinderchores, der mit seiner Darbietung viele Herzen erreichte und den Konfirmanden ein musikalisches Geschenk machte.
Nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich Gemeinde und Gäste persönlich von den beiden Konfirmanden – mit vielen guten Wünschen, Umarmungen und herzlichen Worten.
Spürbar war: Dieser Tag war nicht nur ein Meilenstein für Lina und Paul, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft – getragen von Glauben, Freude und Zusammenhalt.
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