Gemeinde Rheda-Wiedenbrück feiert nach vierwöchiger Abstinenz wieder Gottesdienst
Rheda-Wiedenbrück, 02.05.2021
Die Gemeinde Rheda-Wiedenbrück konnte sich endlich wieder in ihrer Kirche an der Berliner Straße versammeln. Bischof Karl-Erich Makulla leitete den Gottesdienst und nahm zur besonderen Freude der Gemeinde Familie Cristovao in die Gemeinde auf. Wie bereits anlässlich der Taufe am vierten Adventssonntag 2020 reiste auch dieses Mal Priester Mose Mvuama aus Berlin an und übersetzte die Wortbeiträge simultan auf Portugiesisch.
Die Predigt gründete der Bischof auf die Verse 22 bis 24 des 1. Kapitels aus dem 1. Paulusbrief an die Korinther: "Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit." Bischof Makulla zog in seinen Ausführungen die Parallele zum Hier und Jetzt. Oftmals würde überzeugten Christen in Gesprächen Unverständnis begegnen, wenn es um Christus, den Gekreuzigten gehe. Viele hielten die Überzeugung, dass Jesus als Sohn Gottes am Kreuz für die Sünden der Welt starb, für „eine Torheit“. Andere wollten Beweise dafür sehen, dass Jesus Christus das Heil bewirkt hätte und auch heute noch „als Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ Heil wirke. Dem gegenüber erlebten Gläubige aber in ihrem Lebensalltag, wie Jesus, der gekreuzigte Christus „Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ sei und zum ewigen Leben in die Gemeinschaft Gottes führe!
Der Leiter des Kirchenbezirkes Paderborn, Bezirksältester Olaf Koch, nahm in seiner Co-Predigt Bezug auf zwei Beispiele im Neuen Testament, wo Jesus Christus „als Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ Heil bewirkt hätte. Er erwähnte die Begegnung Jesus mit Zachäus, die einen korrupten Zollbeamten in einen wohltätigen, bußfertigen Glaubenden verändert hätte. Als zweites Beispiel führte er die Begleitung der nach Emmaus reisenden Jünger durch Jesus an. Bei ihnen hätte Jesus „als Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ ihre Herzen voller Trauer, Niedergeschlagenheit und Endtäuschung geheilt und „brennende Herzen“ voller Freude, Begeisterung und Tatendrang bewirkt..
Nach Abschluss des Predigtteils und vor der Feier des Heiligen Abendmahls nahm Bischof Makulla die Familie Cristovao feierlich in die Gemeinde auf. In seiner Ansprache wandte er sich erfreut mit dem Wort „Die Gemeinde wächst trotz Corona!“ an die Versammelten und sprach ihnen damit aus dem Herzen.
Gemeindevorsteher Dieter Fäseke richtete sich mit einem Willkommensgruß im Namen der Gemeinde an die Familie und überreichte jedem eine Sonnenblume – die kleine Victoria freute sich über eine Plüsch-Giraffe. "Groß ist die Freude, euch in unserer Mitte zu haben, wir danken euch herzlich dafür."
Dankbar erlebt die Familie Cristovao die freudige und herzliche Aufnahme in die Gemeinde. Sie sind überwältigt von der Zugewandtheit, Wärme und Liebe, die die Gemeinde ausstrahlt, sie fühlen sich angenommen und wie zuhause. Sie freuen sich über die Zuwendungen und die geschwisterliche Gemeinschaft.
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