Am Sonntag, den 25. Januar 2026, war die Gemeinde Rheda-Wiedenbrück nach Gütersloh eingeladen. Dort hielt Apostel René Follmann einen Gottesdienst, in dem Bruder Cristovao zum Diakon für Rheda-Wiedenbrück ordiniert wurde. Darüber hinaus wurden drei Kindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet. Die Grundlage der Predigt bildete das Bibelwort aus Johannes 2, Verse 9-11, aus dem Augenzeugenbericht des Jüngers Johannes von der Hochzeit zu Kana. Apostel Follmann setzte in seiner Predigt drei Schwerpunkte: die Herausforderung der Stille, das Erleben der Vollmacht Jesu und die Bedeutung für den Glauben.
Etwa 200 Christen aus der Gemeinde Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück sowie Christen aus Ahlen sorgten für volle Reihen in dem Gottesdienstraum der Neuapostolischen Kirche in Gütersloh. Ein Orchester, ein großer Chor und ein Africans-Ensemble sorgten für eine freudige und feierliche Atmosphäre..
Apostel Follmann leitete seine Predigt ein mit dem Blick auf die gottesdienstliche Gemeinschaft. "Wir gestalten unsere Gottesdienste so, dass sie im Kern schlicht bleiben.", so Apostel Follmann. Die Art und Weise, wie wir uns mit Gott verbinden, habe Auswirkungen auf die Gemeinschaft und doch spreche Gott zur ganzen Gemeinde. So geschehe Veränderung - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Apostel Follman rief die Teilnehmer auf, offen zu sein füreinander und für Gottes Wort - genau hinzuhören und "nach oben" zu schauen.
Die "Herausforderung der Stille"
"Wir leben in einer Zeit, die sehr laut ist. Vieles prasselt auf uns ein.", so Apostel Follmann. "Es ist oft eine große Herausforderung, überhaupt einmal Ruhe zu finden." Es gehe schlussendlich darum, dass der Glaube einen festen Platz in unserem Leben bekomme und dass man sich bewusst Zeit nehme, um Gott zu begegnen - Zeit für Gottes Wort, Zeit für das Gebet, Zeit für die Nähe zu ihm. "Manchmal bedeutet das auch, alles andere auszuschalten, stille zu werden, sich mit dem eigenen Leben zu verbinden und in den inneren Dialog mit Gott zu treten."
Jesus kennt das Leben der Menschen
Bezug nehmend auf das Bibelwort aus Johannes 2, 9-11 stellte Apostel Follmann die damalige Situation auf der Hochzeit zu Kana dar. Dabei hob er das Handeln Marias, der Mutter Jesu hervor, die auf die Not der Brautleute aufmerksam machte. Es geschah das Wunder: Aus Wasser wurde Wein. Dieses Wunder sei nicht vor den Augen aller Festteilnehmer und Hochzeitsgäste geschehen - es habe sich vor den Augen der Bediensteten und der Jünger Jesu vollzogen. Seine Jünger haben zum ersten Mal ganz konkret erlebt, welche Vollmacht Jesu hatte. "Jesus kommt nicht mit Macht und Herrlichkeit, sondern teilt das Leben der Menschen. Er kennt ihre Sorgen, ihre Hoffnungen, ihre Schuld. Er wendet sich auch denen zu, die von der Gesellschaft ausgeschlossen sind.", so fuhr Apostel Follmann fort. "Gott will uns nahe sein. Er will, dass wir ihm vertrauen, auch wenn wir nicht alles verstehen." Die Anweisung Marias an die Bediensteten gelte auch den Christen heute: "Was er euch sagt, das tut." Apostel Follman ermunterte die Anwesenden, von dem zu erzählen, was sie gehört und selbst erlebt haben. "Wenn wir schweigen, müssten die Steine schreien.", so Apostel Follmann.
Versiegelung und Ordination
Nach den sakramentalen Handlungen der Heiligen Versiegelung, mittels derer drei Kindern der Heilige Geist gespendet wurde und der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Ordinatinshandlung. Bruder Cristovao aus der Gemeinde Rheda-Wiedenbrück wurde zum Diakon ordiniert. "Ich wünsche dir von Herzen, dass du diese Aufgabe mit offenem Herzen tust.", gab Apostel Follman Diakon Cristovao mit. "Dein Dienst ist ein Dienst an Menschen: an denen, die im Glauben stehen, und auch an denen, die ihn noch nicht teilen. An Menschen, die suchen, fragen oder einfach Hilfe brauchen."
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